Grundgedanken

Die Ideale der Entstehungszeit spiegeln sich in folgenden Grundgedanken, die die Basis unserer Arbeit darstellen:

Wir beschränken uns auf einen Vormittagskindergarten. 
Die vorrangige Bindung jedes Kindes an Familie und Elternhaus soll erhalten bleiben und der Kindergarten lediglich unterstützend und begleitend wirksam sein. Gleichzeitig wissen wir um die doppelte Berufstätigkeit vieler Eltern und haben daher die Betreuungszeit bis 13 Uhr ausgeweitet.

Wir bieten einen vorbereitenden Kindergarten (VobeKi) an.
Kinder ab dem zweiten Lebensjahr machen dabei erste behutsame Schritte aus der Kernzelle Elternhaus heraus in eine Kleingruppe von maximal zehn Kindern. Eine Begleitperson (Eltern oder z. B. Großeltern) ist so lange dabei, bis das Kind mit allem Neuen (andere Kinder, Erzieherin und Praktikantin, ungewohnte Räume, sozialer Einstieg in eine Gruppe und Anpassung) vertraut ist und sich von selbst löst.

Wir streben im Kindergarten kleine Gruppen an,
mit der Konsequenz, manche Anmeldung (trotz finanzieller Nachteile) zurückstellen zu müssen. Wir wollen jedes Kind beim Übergang von der Familie in die Gruppe persönlich begleiten können, um die individuelle, ganzheitliche Förderung der uns anvertrauten Kindern zu ermöglichen.

Wir verzichten auf Fernsehen, Computer und jegliches Tonträgermaterial sowie auf fertige, ausgereifte Spielgeräte und Plastikspielzeug.
Statt dessen gilt unser besonderes Augenmerk der Entfaltung der kindlichen Fantasie und der individuellen Bildung. Geschichten werden vorgelesen oder erzählt, das Gehörte z. B. in Gesang, Rhythmus oder Spiel von jedem Kind nach seiner Eigenart wiedergegeben. Zudem entstehen beim Spielen der Kinder mit Naturmaterial immer wieder neue Wunderwerke und die Sinne werden sensibilisiert. Erwachsene können oft nur staunen, was die kindliche Fantasie aus einfachsten Hölzern, Klötzen, Tüchern etc. zaubern kann. 

Wir gehen jeden Tag bei Wind und Wetter ins Freie.
Natur, Sommer und Winter, Frühjahr und Herbst lassen sich nur im Freien erleben. Und wo werden die Wunder unserer Schöpfung, aber auch deren notwendige Bewahrung deutlicher als beim eigenen Säen, Pflegen und Ernten? Deshalb zieht es uns auf unsere  (von Familie Karl Fischer seit Jahren zur Verfügung gestellte) Wiese oder in die nähere oder auch weitere Umgebung von Weilheim. Die Jahreszeiten und der Jahresrhythmus gehen somit wie selbstverständlich in den Kindergartenalltag ein, und wir stimmen Erzählungen, Spiele, Musik sowie unsere „Festle“ oder feierlichen Höhepunkte darauf ab. 

Der Montag wird vorrangig dem Malen mit Aquarellfarben vorbehalten.
Jedes Kind hat musische Fähigkeiten. Diese wollen wir vorrangig wecken, fördern und unterstützen. „In-sich-ruhen-können“, musischer Ausgleich, die Fähigkeit zum Hinein fühlen in eine schöne eigene Welt sind Attribute, die jedem, der in unsere (Leistungs-) Gesellschaft hineinwächst, gut tun. Wir halten eine breite Palette vom Harfenspielen und Flöten bis zum Aquarellmalen bereit.

Wir suchen eine enge Verbindung zu den Kirchen am Ort und wollen den Kindern den christlichen Glauben vermitteln.
Das Gebet vor dem täglichen Frühstück, beim Morgenkreis und vor dem Heimgehen, das Erzählen und Vorlesen biblischer Geschichten, der wöchentliche Gang in unsere schöne Peterskirche, das Teilnehmen an kirchlichen Feiern und Festen sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Kindergartenkonzeption. Wichtig ist uns, dass die Kindergärtnerinnen ihren Auftrag darin sehen, den Kindern einen liebenden und nicht drohenden Gott nahe zu bringen und die christlichen Glaubensinhalte in kindgerechter Weise zu vermitteln.